Für konkrete Immobilienentscheidungen
Die Zahlen sollen eine Entscheidung tragen, nicht nur gut aussehen.
Eine kaufmännische Prüfung ordnet vorhandene Informationen, deckt Rechenannahmen auf und zeigt, welche Fragen vor Kauf, Halten oder Verkauf offen sind. Wir vereinbaren vorab Ihre Entscheidung, die zu prüfenden Unterlagen, den Umfang und die Form des Ergebnisses.
Sie möchten kaufen
Wir prüfen, ob Angebotspreis, Erwerbsnebenkosten, laufende Ausgaben und bekannte Investitionen zusammenpassen. Bei vermieteten Objekten unterscheiden wir Ist-Mieten von möglichen künftigen Mieten und berücksichtigen Leerstand und nicht umlagefähige Kosten.
Sie besitzen eine Immobilie
Wir stellen Erträge, Eigentümerkosten, offenen Investitionsbedarf und verfügbaren Unterlagen gegenüber. Daraus können Fragen zu Halten, Modernisieren oder Verkaufen entstehen – ohne eine bestimmte Entscheidung vorwegzunehmen.
Was wir im vereinbarten Umfang prüfen können
Unterlagenlage
Welche Flächen, Mieten, Kosten und Maßnahmen sind belegt? Welche Angaben stammen aus dem Exposé, welche aus Verträgen oder Abrechnungen, und was fehlt?
Ist-Rechnung
Wir machen die aktuelle wirtschaftliche Ausgangslage sichtbar: Einnahmen, nicht umlagefähige Bewirtschaftung, Leerstand, absehbare Instandhaltung und Erwerbskosten. Finanzierungsannahmen werden separat ausgewiesen.
Szenarien
Wir vergleichen nachvollziehbare Varianten, etwa sofort kaufen oder weitere Unterlagen anfordern, halten oder verkaufen, modernisieren oder im heutigen Zustand vermarkten. Annahmen und Risiken stehen neben dem möglichen Ergebnis.
Nächste Entscheidung
Das Ergebnis nennt offene Punkte, die zuständigen Fachleute und die Frage, welche Information Ihre Entscheidung tatsächlich ändern würde. Auf Wunsch besprechen wir eine passende Vermarktungs- oder Suchstrategie.
Beispiel: Bei einem vermieteten Mehrfamilienhaus können die aktuelle Mietaufstellung, nicht umlagefähige Kosten und bekannte Dach- oder Heizungsmaßnahmen wichtiger sein als eine aus dem Angebot abgeleitete Renditezahl. Wir rechnen Ist und denkbare Entwicklung getrennt; eine Wertsteigerung wird nicht zugesagt.
So entsteht ein brauchbares Ergebnis
- Entscheidung festlegenSie benennen die Frage, die beantwortet werden soll, und den Termin, bis zu dem Sie Klarheit brauchen.
- Unterlagen und Grenzen klärenWir legen fest, welche Daten geprüft werden können, welche fehlen und ob eine Kurzprüfung oder eine ausführlichere kaufmännische Einordnung passt.
- Rechnung und GesprächWir zeigen Ausgangszahlen, Annahmen, Empfindlichkeiten und offene Punkte. Umfang und schriftliches Ergebnis werden vorab vereinbart.
- Fachfragen weitergebenRechtliche, steuerliche, technische und Darlehensfragen werden an die dafür befugten Fachleute adressiert. Deren Antworten können die kaufmännische Einschätzung verändern.
Was Sie für die erste Anfrage benötigen
Eine kurze Beschreibung der Immobilie oder des Suchvorhabens, Ort, Ihre Rolle als Eigentümer oder Interessent und die konkrete Entscheidung reichen zum Einstieg. Für die Prüfung selbst können je nach Fall Mietaufstellung, Verträge, Kostenabrechnungen, Energieausweis, Modernisierungsbelege, Grundrisse und vorhandene Finanzierungsannahmen hilfreich sein. Senden Sie sensible Unterlagen erst nach Abstimmung.
Leistung und Vergütung
Wir unterscheiden ein Orientierungsgespräch von einem beauftragten Prüfauftrag. Prüfgegenstand, Ergebnis, Bearbeitungszeit und Vergütung werden vor Beginn vereinbart. Eine mögliche spätere Vermittlung wird gesondert behandelt.
Fachliche Grenzen
Die kaufmännische Einordnung ersetzt weder ein Verkehrswertgutachten noch Bauzustandsprüfung, Rechts- oder Steuerberatung. Wir bieten keine erlaubnispflichtige Beratung oder Vermittlung von Immobiliar-Verbraucherdarlehen an.
Häufige Fragen
Kann ich auch nur ein Exposé besprechen?
Ja. Wir können eine begrenzte Erstprüfung vereinbaren und markieren, welche Aussagen aus dem Exposé noch durch Unterlagen bestätigt werden müssen. Daraus folgt noch keine vollständige Objektprüfung.
Bekomme ich eine Kaufempfehlung?
Wir liefern eine begründete kaufmännische Einordnung zum vereinbarten Prüfgegenstand. Die Kaufentscheidung bleibt bei Ihnen; ungeprüfte Fachfragen werden nicht als erledigt dargestellt.
Was ist der Unterschied zum Suchmandat?
Das Suchmandat beginnt mit Ihrem Profil und der Suche nach passenden Objekten. Die Beratung setzt bei einer konkreten Entscheidung oder einem bereits bekannten Objekt an. Beides kann nacheinander sinnvoll sein.
Eine beauftragte Prüfung beruht auf den vereinbarten Unterlagen und Fragen. Wir dokumentieren die Datengrundlage, Annahmen, offene Punkte und den vereinbarten Umfang im Ergebnis. Rechtliche, steuerliche, bautechnische und Darlehensfragen werden nur durch dafür zuständige Fachleute beantwortet. Gesetzliche Haftungsregeln bleiben unberührt.